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Neue Wege in der Trainerausbildung beim BHV mit edubreak®

Die Organisation

Der Bayerische Handball Verband (BHV) wurde 1946 nur wenige Monate nach Kriegsende gegründet und hat seinen Sitz in München. Er ist die freiwillige Vereinigung aller bayerischen Sportvereine, die den Handballsport betreiben, und vertritt die Grundwerte des Handballsports in Bayern und die Interessen von 90.000 Mitgliedern in über 500 Vereinen. Seit seiner Gründung 1946 ist der Verband sowohl in Bezug auf seine Organisation und Strukturen, als auch seine Mitglieder stetig gewachsen. Die Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland löste eine zusätzliche Welle der Begeisterung für den Sport aus!

Steigende Mitgliederzahlen bringen jedoch auch neue Herausforderungen mit sich und so befindet sich der Verband im stetigen Wandel, stets mit dem Ziel, das Beste für seine Mitglieder bieten zu können. Dies betrifft selbstverständlich auch das Thema Bildung. Die Zuständigkeit lag dafür früher im Ressort “Lehre und Leistung”. Mittlerweile wurde jedoch ein eigenes Ressort “Bildung” geschaffen. Dadurch ergeben sich auch neue Aufgabenbereiche für das Gesamtgefüge Bildung. Die Schwerpunkte liegen sowohl im Leistungssportbereich – hier in der Talentförderung – als auch in der Ausbildung von Trainern, Kindern und Jugendlichen.

Aus diesem Schritt sollen nicht nur erfolgreichere TrainerInnen und SpielerInnen resultieren, sondern auch eine Sensibilisierung für die Notwendigkeit von Bildung und entsprechend fähigem Personal geschaffen werden.

Die Herausforderungen

Der BHV hat sich über die vergangenen 70 Jahre eine sehr gute Reputation erarbeitet. Vor diesem Hintergrund möchten die Verantwortlichen die TrainerInnenausbildung in “eine moderne Lernwelt” mit Einsatz digitaler Bildungstechnologien führen, so wie es Ernst Werner, der Vizepräsident für Bildung, gesagt hat. Diese Ansprüche an eine moderne Aus- und Weiterbildung beim BHV bedarf einer adäquaten Ausbildungslösung! Um eine solche Ausbildungslösung zu entwickeln, wandte sich der BHV 2014 an die Ghostthinker. Das Anliegen und Ziel der BHV-Bildungsverantwortlichen ist es, die Qualität des bayerischen Handballs auf dem höchsten Niveau zu halten. Die dafür notwendigen Schlüsselfiuren sind die TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen in den Vereinen. Der BHV empfindet es als sehr wichtig, dass TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen neue Ideen in das Vereinsleben mitbringen und es dadurch prägen. Das kann auch zur Folge haben, dass Altbewährtes in Frage gestellt und für Neues gekämpft wird. Je individueller die TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen die Lösung in die Vereine einbringen, desto wertvoller ist dies für die Dynamik des Vereins selbst, aber auch für den Sport im allgemeinen. Ein solcher Anspruch erfordert nicht nur eine sehr gute fachliche Ausbildung, sondern auch eine die die Persönlichkeit der TeilnehmerInnen prägt. Ein wesentliches Element hierfür ist eine hohe Motivation und Begeisterung seitens der Lehrreferierenden für den Sport und ihre Arbeit. Das neue Ausbildungsprogramm sollte daher nicht nur in Richtung der TeilnehmerInnen sondern auch in Richtung LehrreferentInnen als Motivation fungieren.

Die Lösung

Wie bereits beschrieben, sind die Voraussetzung für die Entwicklung erfolgreicher TrainerInnen, motivierte und engagierte AusbilderInnen. Aus diesem Grund wurde beim BHV genau an dieser Stelle angesetzt, um erste Schritte in Richtung modernes und motivierendes Ausbildungssystem zu gehen. Gemeinsam mit dem Institut für Spielanalyse (Dr. Moeller) als Fachpartner für Handball entwarf Ghostthinker ein Konzept für einen Train-the-Trainer-Pilotkurs (Pilot), um den AusbilderInnen die Methode von Social Video Learning (und anderen Methoden) sowie die die Einbettung in eine Blended-Learning-Struktur detailliert aufzuzeigen und erlebbar zu machen. Der Aufbau des Piloten gliederte sich in drei Phasen. Phase I: “Ich bin Lernende/r” , Phase II: “Ich bin Lehrende/r”, Phase II: ReferentInnentagung mit vor- und nachbereitender Online-Phase. Auf diese Art und Weise waren alle TeilnehmerInnen in der Lage, Social Video Learning aus allen möglichen Blickwinkeln heraus zu betrachten. Jede Phase des Pilots war vom Konzept des Blended-Learning-Ansatzes geprägt. Schritt für Schritt wurden die TeilnehmerInnen in die wechselnden Rollen des Lernenden und des Lehrenden geführt. Um keinen fitiven Fall zu bearbeiten, entwarfen die TeilnehmerInnen während des Pilots ein neues Modul für die Torwartausbildung. Dieses neue Modul zeichnet sich durch eine Konzeption mit Social Video Learning im Blended-Learning-Modus aus. Auf ganz natürliche Weise erlebten die teilnehmenden AusbilderInnen, was es bedeutet, Lehrender im edubreak®CAMPUS zu sein, wie Aufgaben gestellt werden müssen und wie das verwendete Videomaterial zu generieren ist. Auch was die Betreuung von Auszubildenden betrifft, wurde in diesem Kurs deutlich. Durch den Rollenwechsel mussten die AusbilderInnen auch in die Position der Lernenden schlüpfen. Auf diese Weise entwickelten die TeilnehmerInnen ein intensives Gespür dafür, wie Social Video Learning im Ausbildungskontext funktioniert und wie sich Lernende im Campus bewegen. Die Ergebnisse wurden dann durch die ReferentInnen selbst auf einer ReferentInnentagung im Februar 2015 präsentiert. Erfahrungen und Meinungen wurden dadurch aus erster Hand an alle anwesenden ReferentenInnen weitergegeben. Dieses Train-the-Trainer-Pilot-Konzept kann als äußerst erfolgreich bezeichnet werden, da durch dieses Vorgehen ein umfassendes Bild für alle Beteiligten geschaffen wurde.

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