Einsatz edubreak SportCampus

Wer hält die Kamera? Ein paar praktische Tipps im Umgang mit dem edubreak®SPORTCAMPUS







Wir erinnern uns wahrscheinlich alle noch an unsere ersten Schultage in der neuen Schule. Der Tag begann mit einer offiziellen Begrüßung, es wurden motivierende und inspirierende Reden gehalten und schließlich sind wir irgendwie in unserem Klassenraum gelandet. Am zweiten Schultag stehen wir vor den großen Toren des Eingangs, haben gerade den richtigen Ausstieg aus dem Bus genommen und plötzlich kommt und der Gedanke: „Wo war nochmal dieser Klassenraum?“

Glücklicherweise hat jeder den Weg gefunden und innerhalb des ersten Jahres die vielfältigen Möglichkeiten des Schulhauses für sich entdecken können. So wie den neuen Schülerinnen und Schülern ergeht es auch den angehenden Trainerinnen und Trainern, den Vereinsmanagerinnen und Vereinsmanagern und allen anderen Nutzern des edubreak®SPORTCAMPUS. Aus diesem Grund stellen wir in den kommenden 4 Beiträgen unsere drei Hauptwerkzeuge „Video“, „Blog“ und „C-Map“ vor und beschäftigen uns mit deren Einsatz.

Wir starten in unserer Mini-Serie mit dem Herzstück des Campus, dem Video. Bei dessen Erstellung ergeben sich in der Praxis ganz spezifische Probleme, die wir in diesem Beitrag adressieren.

Planung der Aufnahme

Wenn du ein Video aufnimmst ist dies meist mit einer Aufgabe verknüpft. Diese erfüllt immer einen Zweck und vor der Videoaufnahme solltest du dir dazu Gedanken machen. Folgende Fragen helfen dir, ein geeignetes Setting für deine Aufnahme zu identifizieren bzw. deinen Blick zu schärfen:

  • Bin ich oder die/der SportlerIn im Zentrum?
  • Ist der Ton wichtig?
  • Sollen Details oder ein Überblick dargestellt werden?
  • Was sage ich den Helfenden?

Hieraus lassen sich verschiedene Aufnahmeszenarien ableiten, mit denen du den Zweck deines Videos erfüllen kannst.

Wer steht im Zentrum?

Für die Erstellung ist es essenziell, dass du dir selbst darüber bewusst bist, wen du in welchen Situationen zeigen möchtest. Geht es in der Aufgabenstellung darum, das Handeln deiner AthletInnen zu analysieren, spielst du eine weniger wichtige Rolle im Video. Bedenke beim Filmen deines Teams die verschiedenen Einstellungsgrößen für die Aufnahme, die jeweils unterschiedliche Vorteile bieten. Setze dich darüber hinaus auch mit den, im edubreak®player zur Verfügung stehenden Instrumenten zur Bearbeitung auseinander.

Wenn du taktische Elemente wie die Positionierung einer/s AthletenIn auf dem Spielfeld darstellen möchtest, eignet sich die Supertotale, in der ein/e SpielerIn nur als kleiner Bestandteil des Bildes zu erkennen ist. Liegt das Hauptaugenmerk auf der vollständigen Bewegungsausführung ist die Totale die Perspektive deiner Wahl. Die/der SportlerIn oder sind von Kopf bis Fuß vollständig zu sehen und gleichzeitig ermöglicht der Hintergrund auch eine Verortung der/des AthletIn im Raum. Je größer die notwendige Detaillierung ist, desto näher sollte die Kamera an den Sportlerinnen und Sportlern platziert sein. Allerdings darf sie die natürliche Handlung nicht beeinflussen und die Kameraführenden sollten sich nicht in Gefahr begeben. Wer möchte schon einen Baseball aus nächster Nähe abbekommen, nur damit der Schlag sehr genau aufgenommen werden kann?

Zur Hervorhebung deiner Inhalte bietet dir der edubreak®player verschiedene Tools an. Um du findest diese in einem von dir hochgeladenen Video, indem du auf die Fahne unter dem Kommentarbutton klickst. Du kannst Markierungen erstellen, Zoomen, das Video anhalten, es mit einem Kommentar versehen und die Abspielgeschwindigkeit verändern. Nutze die Tools, um deine Videoaufnahmen zur Bearbeitung deiner Aufgabenstellung ideal zu verwenden.

Ist der Ton wichtig?

Für die Videoaufnahme reicht heutzutage meist ein normales Smartphone aus. Die Aufnahmequalität der üblichen Geräte ist für die Aufgabenbearbeitung in edubreak® meist vollkommen ausreichend. Mit der Tonaufnahme haben einige Geräte allerdings noch Probleme. Wenn es notwendig ist, dass der Ton mit aufgenommen wird, solltet ihr das Aufnahmegerät entweder nah am Sprecher (oder der Gruppe) platzieren oder auf ein externes Ansteckmikrofon zurückgreifen, damit eine gute Sprachqualität im Video gewährleistet ist.

Details oder Überblick?

Verschiedene Aufnahmeszenarien fordern unterschiedliche Kameraperspektiven. Wenn der Ablauf einer Trainingseinheit als Ganzes dargestellt werden soll, eignet sich eine leicht erhöhte Kameraposition und das Aufnahmegerät kann auf einem Stativ platziert werden. Eine Person, welche die Kamera bedient wäre hier nicht notwendig. Geht es allerdings um technische Details, so sollte darauf geachtet werden, die Szenen möglichst nah und aus verschiedenen Winkeln beobachtbar zu machen. Eine Kameraführende Person wird hier definitiv zu empfohlen.

Wähle als HelferInnen bevorzugt Personen aus, mit denen du dich gut verstehst. Dies spart Zeit und hilft dabei, die Aufnahme authentisch wirken zu lassen. Bedenke hierbei jederzeit: Es geht nicht darum, dich im besten Licht dastehen zu lassen, sondern darum Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung aufzuzeigen.

Wie erfolgt die Kommunikation mit den Helfenden?

Steht die Übungsleiterin oder der Übungsleiter im Zentrum der Aufnahme, so ist es notwendig, dass eine Person mit der Kameraführung beauftragt wird. Setze dich vorher selbst damit auseinander, welche besonderen Anforderungen du an die Filmenden hast und stelle gegebenenfalls einen Trainingsplan zur Verfügung, in welchem du der Person konkrete Anweisungen zur Kameraführung gibst. Eine Videoaufnahme im Heimatverein ist eine sehr gewinnbringende und dennoch sensible Angelegenheit. Deine Helferinnen und Helfer werden penibel darauf achten, alles richtig zu machen, um dir einen Gefallen zu tun. Kommuniziere daher im Vorfeld eine klare Erwartungshaltung, um Missverständnisse auszuschließen.

Die Sache mit dem Datenschutz

Seit der aufkommenden DSGVO-Diskussion ist das Thema Datenschutz in aller Munde. Gerade weil es sich bei Videoaufnahmen um sensible Daten handelt, ist es wichtig, hier entsprechende Vorgaben zu beachten. Du bist auf der sicheren Seite, wenn du dich im Vorfeld der Aufnahme ausreichend über die geltenden Gesetze informierst und die gefilmten Personen eine Datenschutzerklärung unterschreiben lässt.

Wichtig ist hierbei den Teilnehmenden die Entscheidung offen zu lassen, ob sie der Verwendung des Videos zustimmen. Als gutes Argument für die Aufnahme hat sich der Hinweis bewährt, dass der Zweck des Videos die Verbesserung des Trainings ist und somit auch die Gefilmten einen großen Vorteil von der Videoaufnahme haben werden. Es wird in jedem Umfeld Menschen geben, die der Videoaufnahme skeptisch gegenüberstehen. Dies gilt es zu akzeptieren und zu berücksichtigen und kann ggf. nur durch Gespräche und Erklärungen aufgelöst werden.

Wenn ihr im Kinder- und Jugendbereich tätig seid, solltet ihr die Eltern bereits einige Wochen vor der Aufnahme über eure Ausbildung mit edubreak® informieren, um mögliche Bedenken zu besprechen. Auch in dem Fall, dass ihr ein Team von erwachsenen SportlerInnen betreut, ist es ratsam offen mit den AthletInnen über eure Ausbildung zu sprechen.

Nennt den TeilnehmerInnen an eurer Trainingseinheiten am besten einen längeren Zeitraum, in dem die Videoaufnahme stattfinden wird. Damit geht ihr sicher, dass ihr ein durchschnittliches Training aufnehmen werdet und nicht unerwartet viele oder wenige Teilnehmer am Videotermin erscheinen.

Zusammenfassung

Um eine realistische und zielführende Aufnahmesituation für eure eigenen Videos zu schaffen, ist es notwendig, dass ihr euch Gedanken darüber macht, wie ihr die Filmaufnahme durchführen wollt und was ihr dabei zeigen möchtet. Eine gute Vorbereitung und die offene Kommunikation mit den Sportlerinnen und Sportlern schafft einen gesunden Rahmen, in dem ihr eure Videos aufnehmen könnt. Zuletzt sichert ihr euch durch eine Datenschutzerklärung rechtlich ab. Damit seid ihr auf dem besten Weg, eure Ausbildung mit Social Video Learning gewinnbringend zu gestalten.

  • Gedanken über das Setting der Aufnahme machen
  • Helfer auswählen
  • SportlerInnen rechtzeitig informieren
  • Datenschutzerklärungen unterschreiben lassen
  • Videodreh in natürlichem Umfeld durchführen

Im nächsten Blogbeitrag bekommt ihr einige Tipps zur sinnvollen Bloggestaltung an die Hand.

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